Karl-Rudolf Korte: „Meinungsumfragen – die irren, die Demoskopen!“

Gastbeitrag von Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte in der Rheinischen Post

Gastbeitrag von Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte in der Rheinischen Post

In einem Gastbeitrag für die Rheinische Post analysiert Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte den Stellenwert von Meinungsumfragen und bescheinigt ihnen einen sinkenden Wahrheitsgehalt: „Die Grundmelodie, den Sound der Zahlen, setzen – bis zur Schließung der Wahllokale – die Demoskopen. Und die irren, wie selten zuvor.“

Die vertrauenswürdigen Umfrageinstitute versuchen exakte Momentaufnahmen zu erarbeiten, allerdings stoßen sie, so Korte, methodologisch an die Grenzen „unserer Aufregungsdemokratie“. Während Telefoninterviews über Jahrzehnte hinweg via Festnetz geführt wurden und so eine Basis für verlässliche Erhebungen bildeten, sei im Handy-Zeitalter eine proportionale Befragung in spezifischen Regionen nur noch schwer möglich.

Immer größer werde der Anteil von ergänzenden Schätzungen und eingebrachten Erfahrungswerten der Demoskopen, um die Rohdaten nachträglich zu bearbeiten, so Korte (mehr …)

„Eine Stunde History“ im DRadio Wissen: Karl-Rudolf Korte über die heutige Programmatik der SPD

Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte in der Sendung

Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte in der Sendung „Eine Stunde History“

Am kommenden Sonntag skizziert das DRadio Wissen von 19 bis 20 Uhr in der Sendung „Eine Stunde History“, anlässlich der Gründung der „Unabhängigen Sozialdemokraten“ vor 100 Jahren, die Entwicklung der Sozialdemokraten und insbesondere die linke Spaltung in Deutschland.

Die aktuelle Sendung beschäftigt sich mit der deutschen Sozialdemokratie und lässt einige Experten zu Wort kommen, wie beispielsweise die Historiker Meik Woyke und Ralf Hoffrogge, die sich mit der Gründung der USPD und den Folgen für die SPD sowie mit der Entwicklung der SPD nach dem Zweiten Weltkrieg befassen. Darüber hinaus analysiert Karl Rudolf Korte – ab der 30. Minute – die heutige Programmatik der SPD. (mehr …)

Jetzt erschienen: Wahlen in Deutschland – Grundsätze, Verfahren und Analysen

Die Neuauflage von 'Wahlen in Deutschland' erscheint im März 2017.

Die Neuauflage von „Wahlen in Deutschland“ erscheint im März 2017.

Wahlen sind der Grundpfeiler der deutschen Demokratie. Am Wahltag entscheiden die Bürgerinnen und Bürger über die Verteilung der politischen Macht. Mit ihrem Votum bestimmen sie die Zusammensetzung des Europäischen Parlaments, des Bundestages, der Landtage und der Kommunalparlamente.

Neben den unterschiedlichen Ebenen dieser Wahlen und ihren spezifischen Merkmalen analysiert Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte in der aktuellen Neuauflage von „Wahlen in Deutschland“ die Wahlsysteme, die Wahlverfahren und die Rolle der Parteien. Wie wählen die Deutschen? Wovon hängt die Höhe der Wahlbeteiligung ab? Mit solchen Fragen beschäftigt sich die Wahlforschung, deren Instrumente und Erklärungsmuster für das Wahlverhalten ebenfalls vorgestellt werden. Dem Wahlkampf ist ein eigenes Kapitel gewidmet, in dem exemplarisch das Beziehungsgeflecht zwischen Politik, Medien und Öffentlichkeit analysiert wird. Im Fokus steht dabei die Bundestagswahl 2013. (mehr …)

Demokratie vermitteln: Kooperation mit der AWO Niederrhein

Thorsten Klute und Britta Altenkamp überreichten den Kursleiterinnen und Kursleiter ihre Zertifikate.

Thorsten Klute und Britta Altenkamp überreichten den Kursleiterinnen und Kursleiter ihre Zertifikate.

An kürzlich in Deutschland angekommene Flüchtlinge richtet sich das einjährige Pilotprojekt BASIS der AWO Niederrhein. Mit Unterstützung des NRW-Landesprogramms „Komm an“ wurde ein Kurs entwickelt, der in sechs Modulen prägnant und kompakt Wissen über Deutschland und die Regeln unseres Zusammenlebens vermittelt.

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Demokratie und Menschenrechten. Für diese Themen übernahm Dr. Niko Switek von der NRW School of Governance die wissenschaftliche Begleitung. Die Schwierigkeit bestand darin, die umfangreichen Inhalte sinnvoll zu verdichten und didaktisch auf den heterogenen Bildungsstand der Kursteilnehmer zuzuschneiden sowie zugleich kulturelle Differenzen zu berücksichtigen. Die Kurse wurden in englisch, arabisch und persisch an fünf Standorten in Nordrhein-Westfalen angeboten und von Muttersprachlern in Teams aus je einem männlichen und einem weiblichen Dozenten geleitet. (mehr …)

Karl-Rudolf Korte im ZDF Interview zu Martin Schulz: „Ein neues, unverbrauchtes, frisches Gesicht“

Karl-Rudolf Korte im ZDF 'heute.de

Karl-Rudolf Korte im ZDF „heute.de“-Interview

Das Umfragehoch der SPD hält weiter an. Mit Martin Schulz gibt es ein neues und unverbrauchtes Gesicht, das neugierig macht. Im „heute.de“-Interview analysiert Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte die Ergebnisse der aktuellen Umfrage des ZDF.

Im aktuellen Politbarometer erhält der Kanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz, erstmals mehr Sympathiepunkte als Kanzlerin Angela Merkel. Allerdings schreiben die Bürger Merkel mehr Sachverstand zu. Ein Widerspruch sei das nicht, so Karl-Rudolf Korte im Gespräch: „Es kann sein, dass mit Schulz mehr Emotionales, Extrovertiertes und Ideologisches verbunden wird als mit Merkel. Die stilistischen Unterschiede könnten nicht größer sein, was für die Wähler ein gutes Angebot ist.“

Das vollständige Interview ist im Online-Angebot des ZDF unter folgendem Link zu finden.

Karl-Rudolf Korte analysiert im „ZDF spezial“ die Wahl des Bundespräsidenten

Im Interview zur Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: Karl-Rudolf Korte. (c) ZDF

Die 16. Bundesversammlung wählt an diesem Sonntag einen neuen Bundespräsidenten. Zur Wahl stellen sich vier Kandidaten. Gemeinsam mit ZDF-Hauptstadtstudio-Leiterin Bettina Schausten und ZDF-Politikchef Matthias Fornoff anaylsiert und interpretiert Karl-Rudolf Korte das Ereignis zum Auftakt des Wahljahres 2017.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier geht als gemeinsamer Kandidat von SPD, CDU und CSU ins Rennen. Die Linken haben Christoph Butterwegge nominiert. Die AfD nominierte ihren stellvertretenden Bundesvorsitzenden Albrecht Glaser und für die Freien Wähler im Bayerischen Landtag tritt der Richter Alexander Hold an. (mehr …)

Korte zu Gast in der „phoenix Runde“: „Man ist die Diskussionskultur der Großen Koalition leid!“

Karl-Rudolf Korte zu Gast in der phoenix Runde. (c) phoenix

Am vergangenen Donnerstagabend diskutierten über das Stimmungshoch der SPD gemeinsam mit Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte in der „phoenix Runde“: Dr. Nico Siegel (Geschäftsführer Infratest-Dimap), Margarete van Ackeren (Focus) und Nico Fried (Süddeutsche Zeitung). Moderiert wurde die Sendung mit dem Titel „Kopf an Kopf – Schulz gegen Merkel“ von Anke Plättner.

Personen machen immer einen Unterschied. Der Charme des Anti-Etablierten kommt weltweit gut an und „Schulz wirkt wie mein Nachbar“, so Korte. „Das trägt im Moment, allerdings trägt das nicht bis September“. Dennoch verbinden viele Hoffnung und Zuversicht mit der Person Schulz und das steckt auch viele junge Leute an, obwohl Schulz, laut Korte, eher ein „Vintage-Typ“ sei. So traten rund 4000 Menschen in die SPD ein. Das Jahr hat also gut für die SPD begonnen und weiter geht es am kommenden Sonntag mit der Bundespräsidentenwahl, die Steinmeier aller Wahrscheinlichkeit nach gewinnen wird. Besser könnte es für die Partei im Augenblick nicht laufen. (mehr …)

Karl-Rudolf Korte: „Schulz ist ein Herz-Sozialdemokrat“

Karl-Rudolf Korte mit Jürgen Zurheide im Eins-zu-eins-Gespräch. (c) WDR

Im Gespräch mit Jürgen Zurheide in der WDR-Sendung „Eins zu eins“ diskutiert Karl-Rudolf Korte insbesondere die Personalie Schulz unter dem Thema: Auferstanden aus Ruinen? Wie verändert Kanzlerkandidat Schulz den Wahlkampf?

Der Verzicht von Sigmar Gabriel auf die Kanzlerkandidatur und die Nominierung von Martin Schulz als Kanzlerkandidat, hat der SPD einen Aufschwung in den Umfragen beschert. In vielen Medien spricht man bereits von einem „Schulz-Effekt“. Doch wie sind diese Tendenzen einzuordnen? Sprechen die Zahlen tatsächlich für einen gesellschaftlichen Stimmungswandel oder ist es vielmehr ein Hype der Medien, der den Anschein erweckt die Amtszeit von Angela Merkel könnte sich dem Ende neigen? (mehr …)

„Eigentlich findet eine Wahl ohne Wähler statt“ Karl-Rudolf Korte im Deutschlandfunk-Interview

Karl-Rudolf Korte mit dem NRW Korrespondenten Moritz Küpper vor dem Übertragungswagen des DLF.

Im Gespräch mit Benedikt Schulz über die kommende Bundestagswahl, beschreibt Korte eine Zersplitterung der deutschen Parteienlandschaft, die zu veränderten Rahmenbedingungen im politischen System und insbesondere zu Veränderungen bei Wahlen führen werde. Bei bis zu sieben großen Parteien gleiche der Wahlzettel einem Lottoschein.

Der Wähler könne zwar seine Wünsche artikulieren, müsse aber den Parteien Koalitionsbildung und Umsetzung der politischen Ziele überlassen. Nach Korte, wolle der Wähler keine großen Koalitionen mehr. Dennoch hat das deutsche Modell der Verhandlungsdemokratie, aus Kortes Sicht, auch Vorteile, wie die Sicherung des sozialen Friedens. Denn anders als in Mehrheitsdemokratien, in denen bereits am Abend der Wahl die Regierung feststeht, würden die Verhandlungen zu einer breiteren Legitimierung der künftigen Regierung führen. (mehr …)

Herzlichen Glückwunsch, Sophia Baur!

Sophia Baur hat ihre Disputation erfolgreich abgeschlossen.

Das Team der NRW School of Governance und die Mitglieder des Promotions- und Graduiertenkollegs der NRW School of Governance gratulieren Sophia Baur zur erfolgreichen Disputation und somit zum baldigen Doktortitel!

Sophia Baur studierte European Studies und International Relations an den Universitäten Maastricht und Montréal. Anschließend absolvierte Sie zudem einen LL.M in Law and Politics of International Security an der Freien Universität Amsterdam. Ihre Dissertation mit dem Titel „Die Legitimität von Stiftungen im Handlungsfeld Umwelt: Verständnis (mehr …)